Pfingstzeltlager 2026

Hier könnte jetzt wieder ein Bericht stehen. Ein Bericht über ein wunderbares Pfingstzeltlager mit wahnsinnig vielen Teilnehmern. Hier könnte stehen wie toll das Wetter war, wer wie viele Kilometer wo gepaddelt ist. Ein Bericht von vielen. Geschrieben um andere zu informieren. In die KI gegeben, um ihn „schön“ zu machen. Doch nicht in diesem Jahr.

Draußen ist es immer noch wunderbar sonnig. Und trotzdem sitzt jemand im dunkeln Arbeitszimmer und schreibt diesen Bericht. Warum? Weil es sein muss? Nein. Denn wir haben gemeinsam eine tolle Idee umgesetzt: Jede und jeder, der am Sonntag nachmittag noch am Bootshaus weilte und die Sonne genoss, hat einen Satz zu diesem Bericht beigesteuert. DAS ist es, was das Pfingstzeltlager in diesem Jahr wieder einmal so besonders gemacht hat. Gemeinsam. Jeder auf seine Art. Daher nun der ungeschmückte Bericht (ohne KI):

Unser Sohn hat seine Spritzdeckenprüfung gemacht!

Viel Spaß mit der ganzen Familie, die Zwerge hatten viel Spaß!

Das erste Mal mit an Pfingsten mit campen!

Sooo viele tolle Leute bei grandiosem Wetter.

Ich freue mich, dass ich nun ohne weitere Probleme auf die Toilette komme. Es gibt nun Armstützen auf dem WC. Ich danke und freue mich riesig.

Meine Adilette ist gerissen und Thomas hat diese fachmännisch mit Sekundenkleber geklebt.

Das gemeinsame Bier mit den schönen Gesprächen am Grill.

Paddeln auf der Lippe bei optimalen Wasser- und Wetterverhältnissen.

Voller Platz mit vielen Zelten und Wagen.

Besonders toll war dieses Jahr die Paddeltour mit ganz viel Sonne und guter Laune.

Für mich was es super entspannend, das bunte Treiben am Bootshaus zu hören und viele schöne und spannende Gespräche mit vielen Menschen zu führen.

Aufgrund der Regenfälle vor Pfingsten hatte die Lippe einen super Wasserstand – die Tour von Sande nach Boke war wieder mal ein tolles Erlebnis, Natur pur!

Ein wunderschönes Wochenende bei bestem Wetter. Sonne, Wasser, Grillen, Lagerfeuer, Stockbrot, Marshmallows und das ganze von Jung bis Alt.

Das mein Mann (Kai) gekentert ist und ich nicht auf meiner ersten Tour.

Der beste Kurzurlaub-Ort.

Viele nette Menschen. Neue Bekanntschaften. Gutes Wetter.

Ruhe und Natur.

Die Kajak-Tour nach Hattingen war ein tolles Erlebnis.

Die Nase in die Abendsonne halten und einfach atmen.

Die freundschaftliche Aufnahme als Fremde in eure Gemeinschaft, sooo schön.

Das am ganzen Wochenende die Sonne scheint.

Schönes Wetter, nette Leute und dazu eine Paddeltour.

Das Wetter die Stimmung und alles war PERFEKT.

Unsere Marie hat ihre erste Fahrt im 6.9er gemacht.

Ich habe mich getraut den Spritzdeckenführerschein zu machen.

Die Lippetour im Einer-Boot war für mich das Highlight am Wochenende.

Unser Highlight was die erstmalige Übernachtung in unserem neuen Wohnwagen.

Pfingsten, einfach legendär seit 39 Jahren, inzwischen 3 Generationen, Gemeinschaft, Lagerfeuer, Geselligkeit.

Bei natürlich tollem Wetter die erste Kajaktour für die Kinder, als großes Abenteuer.

Alltag hinter uns lassen. Liebe Vereinsmitglieder treffen, Spaß, Paddeln, Feuer, gemeinsames Essen!!!

Schnecken und Boot fahren

Ich habe auf der Paddeltour Fotos gemacht.

Und mein persönliches Highlight? 5 mutige Teilnehmer bei den Spritzdeckenprüfungen (natürlich haben alle bestanden) und dass Ihr alle etwas aufgeschrieben habt zu diesem grandiosen Wochenende. DANKE!

Frühjahrsputz am Bootshaus im April 2026

Viele fleißige Mitglieder trafen sich am 18.04.2026 zum ersten Arbeitsdienst des Jahres. Dank der guten Beteiligung waren nach wenigen Stunden das Bootshaus samt seinem Gelände, sowie das Bootsmaterial fit für die neue Saison. Der Dank gebührt den fleißigen Helfern!

Anbei ein paar Fotos vom Arbeitseinsatz …

Führungswechsel und neues Schutzkonzept bei der Gütersloher Faltbootgilde

Norbert Kleinegrauthoff hatte es im Vorfeld angekündigt: bei unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung am 28.01.2026 würde er nicht zur Wiederwahl für das Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stehen. Mit emotionalen Worten blickte er auf 43 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit für unseren Verein zurück und gab zu, dass ihm, der ganz klar mit dem „Virus Ehrenamt“ infiziert ist, diese Entscheidung einerseits schwergefallen ist, ihn andererseits aber die Vorstellung lockt, bei der Faltbootgilde auch „einfach mal Mitglied“ zu sein und nur zum Paddeln zum Bootshaus zu kommen. Vom Fahrtenwart, über das Schreiben der Vereinsbriefe auf einer Reiseschreibmaschine als Schriftführer, den Bootshausbrand und anschließenden Neubau des Bootshauses, der Übernahme des Amtes als ersten Vorsitzenden von Rolf Theiß 2016, multiresistente Keime in der Ems, Corona mit eingeschränktem Sportbetrieb und digitalen Jahreshauptversammlungen: Norberts Zeiten im Vorstand der GFG waren durchaus wechselhaft und von Herausforderungen geprägt, aber auch von einem tollen Miteinander im Verein und gegenseitiger Unterstützung im Vorstand. Fritz Husemann, zweiter Vorsitzender der Faltbootgilde und langjähriger Freund Norberts betonte in seinem persönlichen Abschied die verlässliche und ausgleichende Art unseres bisherigen Vorsitzenden, der die Faltbootgilde nicht nur 10 Jahre lang geleitet, sondern dem Verein gleichzeitig Raum gegeben hat, sich zu entwickeln.

Zahlreiche Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung erschienen, um Norbert Kleinegrauthoff als ersten Vorsitzenden gebührend zu verabschieden und mit großer Mehrheit Felix Nordhorn als neuen ersten Vorsitzenden zu wählen. Felix, der mit seiner Familie häufig am Bootshaus präsent ist und bereits in der Vergangenheit angepackt hat, wo es ging, freut sich auf die neue Verantwortung und kann sich auf die Unterstützung seiner Vorstandskollegen sowie von Norbert, der ihn gerne in die neuen Aufgaben einarbeitet, verlassen. Wie Norbert Kleinegrauthoff bereits in seinem Rückblick auf das Jahr 2025 zusammenfasste, bilden die Vorstandskolleginnen und -kollegen ein tolles Team, in dem die ehrenamtliche Arbeit gut verteilt ist. Der Wahl des ersten Vorsitzenden folgten turnusgemäß die Wiederwahlen von Klaus-Christian Nottbrock als 1. Bootshauswart, Christian Ahrens als Schriftführer und Anne-Christine Büteröwe als Pressewartin. Das Amt der Sozialwartin – durch Nina Thumann 2025 erstmalig in der Geschichte der GFG besetzt – übernahm Anna Frischholz, da Nina Thumann aus beruflichen Gründen zurücktreten musste. 

 

 

Auch im Jugendvorstand gibt es Veränderungen: Unsere langjährige erste Jugendwartin Lydia Garnschröder stellte sich ebenfalls nicht zur Wiederwahl zur Verfügung und wurde vom bisherigen zweiten Jugendwart abgelöst. Dafür wurde Julius Pöppelmann als zweiter Jugendwart gewählt. 

Eine weitere Neuerung bei der Gütersloher Faltbootgilde ist das einstimmig und mit großer Zustimmung durch die Mitgliederversammlung genehmigte Schutzkonzept zur Vermeidung interpersoneller und sexualisierter Gewalt. Seit Februar 2024 erarbeitete eine Gruppe von sechs Vereinsmitgliedern unter Berücksichtigung von Rechtsfragen, Vereinsstrukturen und der praktischen Umsetzbarkeit ein individuelles Schutzkonzept, mit dem die GFG ihrer Verantwortung und Verpflichtung im Rahmen des Gesetzes zum Schutz des Kindeswohls und zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen nachkommt und gleichzeitig eine Vorreiterrolle unter den Sportvereinen übernimmt. Fachliche Unterstützung bekam das Team vom Landessportbund NRW, dem Kreissportbund Gütersloh und dem Kanuverband NRW. Bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes ging es nicht nur um das Lesen von Vorgaben oder das Ausfüllen von Checklisten, sondern um das ehrliche Hinterfragen bestehender Strukturen, um offene Diskussionen, um Verantwortung und um den gemeinsamen Willen, unseren Verein sicherer und achtsamer zu gestalten. Diese Arbeit erforderte Mut, Ausdauer, Teamgeist und ein hohes persönliches Engagement. Mit ihrer Arbeit hat die Gruppe einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Personen geleistet und gleichzeitig die Grundlage für Vertrauen, Transparenz und Handlungssicherheit im Vereinsleben geschaffen.

Mit der Aktion #SPORTEHRENAMT überrascht des Landessportbund NRW würdigte der Vorstand das besondere Engagement von Doris Schmiedecke und überreichte der sichtlich überraschten Trainerin ein Überraschungspaket mit verschiedenen Goodies.

 

 

Die Gütersloher Faltbootgilde freut sich auf ein veranstaltungsreiches Jahr 2026 mit zahlreichen Kanu-Touren und geselligen Veranstaltungen am Bootshaus. Ein Wehrmutstropfen überschattet die ansonsten positive Stimmung im Verein: Das Hallenbad der Michaelisschule, das seit Jahren nicht mehr genutzt werden kann, steht weiterhin nicht zur Verfügung. Dadurch fehlen uns insbesondere im Winter Trainingsmöglichkeiten, um essenzielle Techniken wie die Kenterrolle zu erlernen und zu üben.

Schutzkonzept zur Vermeidung interpersoneller und sexualisierter Gewalt

Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Personen ist für die Gütersloher Faltbootgilde ein zentrales Anliegen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat sich unser Verein bewusst auf den Weg gemacht, ein umfassendes Schutzkonzept zu entwickeln.

Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Personen ist dabei nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch gesetzlich verankert. Basis für alles rund um das Schutzkonzept ist das „Gesetz zum Schutz des Kindeswohls und zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen“, welches am 1.5.22 in Kraft getreten ist. Es geht um die gemeinsame Verantwortung: Leitungsebene (Vorstand), Mitarbeitende (ÜL), Sportlerinnen und Sportler – aber auch Außenstehende (z.B. zur Information und auch Beteiligung). Hierzu gab es in der Faltbootgilde bereits eine Sensibilisierungsschulung und wird es selbstverständlich noch weitere Schulungen geben.

Schutzkonzepte umfassen immer ein Bündel von Maßnahmen auf allen Ebenen und es ist ein Zusammenspiel aus einer (Risiko-) Analyse, eventuellen strukturellen Veränderungen, Vereinbarungen, Absprachen und einer Haltung und Kultur in der Organisation!

Unser Schutzkonzept wird „nie“ fertig sein, denn es „lebt“, u.a. durch neue Anforderungen (z.B. Vorgaben für Zuschüsse), durch bauliche Veränderungen, durch neue Strukturen im Verein etc.

Der Vorstand und der gesamte Verein sprechen der PSG-Arbeitsgruppe ihren aufrichtigen Dank und ihre besondere Anerkennung aus. Die Erarbeitung des Schutzkonzeptes war definitiv kein formaler Pflichttermin und kein kurzfristiges Projekt, sondern ein langwieriger, anspruchsvoller und oftmals auch belastender Prozess. Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren hinweg haben die Mitglieder der PSG-Arbeitsgruppe ihre Freizeit, viele Abende nach Feierabend und zahlreiche zusätzliche Stunden investiert, um sich intensiv mit diesem sensiblen und verantwortungsvollen Thema auseinanderzusetzen. Dabei ging es nicht nur um das Lesen von Vorgaben oder das Ausfüllen von Checklisten, sondern – und das ist z.B. auch besonders wichtig – um das ehrliche Hinterfragen bestehender Strukturen, um offene Diskussionen, um Verantwortung – und um den gemeinsamen Willen, den Verein sicherer und achtsamer zu gestalten. Diese Arbeit erforderte Mut, Ausdauer, Teamgeist und ein hohes persönliches Engagement.

Dass jetzt ein geprüftes und tragfähiges Schutzkonzept vorliegt, ist in erster Linie dem Einsatz der PSG-Arbeitsgruppe (Prävention sexualisierter Gewalt) zu verdanken, die im Februar 2024 eingesetzt wurde. Mit ihrer Arbeit hat sie einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Personen geleistet und gleichzeitig die Grundlage für Vertrauen, Transparenz und Handlungssicherheit im Vereinsleben geschaffen.

Der Arbeitsgruppe gehörten folgende Mitglieder an:

  • Nina
  • Doris
  • Marie-Sophie
  • Nils
  • Thomas
  • Detlef

Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Der Verein weiß die geleistete Arbeit sehr zu schätzen und bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Die Mitglieder der PSG-Arbeitsgruppe arbeiteten über den gesamten Projektzeitraum hinweg eng und vertrauensvoll zusammen. Sie nahmen an Schulungen und Fachveranstaltungen des Kreis- und Landessportbundes teil, brachten die gewonnenen Erkenntnisse in die Vereinsarbeit ein und setzten diese mit großer Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein um. Durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen und der Offenheit im Austausch ist es gelungen, ein Schutzkonzept zu entwickeln, das nicht nur die formalen Anforderungen erfüllt, sondern auch im Vereinsalltag gelebt werden kann.

Download des Schutzkonzeptes